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Georg Melas

  • Lehrer, Pfarrer
    ✝︎ 1592
  • ✝︎ 1592
    ⬩ Lehrer, Pfarrer

 
1592
1592

Inschriften

A R(EVERENDO) CLARISS(IMO) DOCTRINA VIRTVTE ET AVTORI- TATE PRAESTANTISS(IMO) [VIRO DOMINO / GEJO[R]G[IO] MELA[S] PASTIOJRI ECC/LJESIAE CIB(INIENSIS) DIGNISSIMO HOC MONV. ME(N)TVM (OSVIT) A(LBERT) H(VET) I(VDEX) R(EGIVS) C(IBINIEN- SIS) E(IVS) H(ERES) a)

B INVIDA CVI VIVO SPLENDOREM TVRBA NEGAVIT / HVIVS AMAT CINERE[S] / GENS PILEATA SACROS 2)

C ARTE MELAS CLARIA / VEL LI(N)GVA PRO(M)TIOR ESSET/ INTER LAVRIGEROS / LIS ERAT ORTA VIROS / SVSTVLIT HANC LITE(M) / DEVS etb) NATVRA P(ER)EMTV(M) / SEDIBVS AETHEREIS/ASSERVERE MELAM / LINGVA. MELAS VIVIT
ARS ORBE(M) IRRADIAT: / SOLVIT PRAECONIA C(H)R(IST)O / / SIC PATRIAE ATQ(VE) DEO

Dem ehrwürdigen, durch seine Lehre, Tugend und Ansehen erlauchten und ansehnlichsten Mann, Herrn Ge- org Melas, hochwürdigem Pfarrer der Hermannstädter Kirche, setzte dieses Denkmal sein Erbe Albert Huet, Hermannstädter Königsrichter (A).

Dem als Lebendem das neidische Volk (hohes) Ansehen verweigerte, dessen heilige Asche liebt das Geschlecht Huet (Pilleata) (B).

Streit erhob sich unter den lorbeertragenden Männern, ob Melas durch glänzendes Wissen oder Redekunst hervorgetreten sei. Gott beendete diesen Streit, und er und die Natur wiesen den toten Melas den himmlischen Sitzen zu. Das Wissen (Kunst) bestrahlt die Welt, die Rede erweist Christus. So lebte Melas für die Heimatstadt und Gott.


Anmerkungen

Ein Distichon (B); drei Distichen (C).

Georg Melas/Schwarz, geboren um 1537 in Hermannstadt, studierte in Kronstadt (Matrikel 18 des Kronstädter Gymnasiums), 1562 an der Wittenberger Universität (), 1559 Volksschullehrer in Reichersdorf (Nussbächer, Aus Urkunden und Chroniken, Bd. 2, 197), Ordination in Wittenberg für Reichersdorf am 23. Dezember 1562 (Duldner, Sächsische Geistliche), 1579 Pfarrer in Heltau, 1578 in Rosenau, 1580 in Großau, 1582 Stadtpfarrer von Hermannstadt (Siebb. Provinzialblätter 1807, 110, 119; 1808, 8; Trausch, Schriftstellerlexikon 2, 397; Arz, Series Pastorum, in Siebb. Familienforschung 1991, 29, 57, 59;1993, 84; Wagner, Die Pfarrer und Lehrer 85). Georg Melas war mit Martha geb. Wohlgemuth 3) verheiratet. Auf der Grabplatte seiner Frau wie in einer Urkunde von 1578 wird Georg Melas als Heltauer Paroch erwähnt 4). Als Sterbedatum des später zum Hermannstädter Pfarrer gewordenen Georg Melas wird der 2. März 1592 genannt. 5) Der Auftraggeber und vermutlich auch Inschriften- verfasser war der Sachsengraf und Gelehrte Albert Huet


Historische Arbeit von Dr. Ioan Albu