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Johann Rewel

  • Notar und Ratsherr
    ✝︎ 1577
  • ✝︎ 1577
    ⬩ Notar und Ratsherr

 
1577
1577
No data.

Inschriften

A H[...]a) / [SENA]TOR ET NOTAR CIBINIEN (SIS), AC SOPHIA ...] IOHANNES..] OBIIT A(NNO) 1577 [DIJE 30 SEPTE[M]B(RIS)

B I(OHANNES) R(EWEL)

C VNA PATRIS SOBO=/LES MOеSTAE SPES V=/NA PARENTIS / VIX BENE SARCOPHA/GO NAT[A] RECONDOR HVMO / AD CHRIST[VM] VENI/O CHRISTVM [VI]SV/RVS OLYMPI, / INFEROR AN [GE]/LICO REGN[A BEA]/TA SINV

Hier... Johann Rewel, Hermannstädter Senator und Notar, und Sophia ..., starb im Jahre 1577 am 30. September (A).

Als einziger Sprößling des Vaters, als einzige Hoffnung der trauenden Mutter. Kaum glücklich auf der Welt, werde ich wieder im Sarg in die Erde geborgen. Zu Christus komme ich, Christus werde ich sehen im Olymp. Ich werde mit engelsgleicher Liebe in das Segensreich gebracht. (B)

Zwei Distichen.


Anmerkungen

Johann Rewel war zwischen 1574 und 1577 Stadt- und Provinzialnotar, ein Amt, zu dem man vom Magistrat ernannt wurde, in den meisten Fällen auf unbeschränkte Zeit. Zum Mitglied des Magi- strats wurde der Notar erst durch die Wahl zum Ratsherren oder Geschworenen; deswegen steht die Bezeichnung,,Ratsherr" auch an erster Stelle der Inschrift. Der Stadtnotar von Hermannstadt war zugleich auch Provinzialnotar, das heißt Notar der Universitas saxonica 3). Die Familie Rewel besaß zwei weitere Gräber mit Grabplatten in der Stadtpfarrkirche

4)Wappen: Rewel. (rechter Schrägrechtsbalken, worin ein Wolf aufwärts läuft, den Hals von hinten nach vorne vom Pfeil durchstoßen, im Maul nacktes Kind, das zur Hälfte heraussteht, verschlingend. Das Kind hält mit beiden Händen eine Mütze am Kopfe fest. Unten vier Bergspitzen, oben drei Bergspitzen, rechts Mondsichel, links Sonne. Helm, gekrönt; Helmzier: Wolf mit Kind, wachsend.)

Gegenüber dem Adels- und Wappenbrief Maximilians II. für Michael Rewel, Bürger- meister von Schäßburg, und seine Söhne Johann und Michael vom 2. Dezember 15721) weist das Wappen auf der Grabplatte kleine Änderungen auf: Es fehlen die Tannen auf den unteren vier Bergen, Sonne und Mond sind miteinander vertauscht. Anzunehmen ist, daß das Wappen von dem des Fürsten Zápolya abgeleitet ist, womit das Einhorn als königliches Gnadenwappen gedeutet werden könnte. 2).


Historische Arbeit von Dr. Ioan Albu