Mathias Hebler
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Superintendent der Augsburger Konfession in Siebenbürgen✝︎ 1571
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✝︎ 1571⬩ Superintendent der Augsburger Konfession in Siebenbürgen
Inschriften
SEPVLTVRA REVERENDI VIRI / MATHIAE HEBLERI PASTORIS EC- CL(ESI)AE CIBINIE(NSIS) ET SVPERIN / TEND(ENTIS) (ECCL(E)S(I)JAE SAXIONICAE., /. OBIIT] IN CHRISTO 18 SEPTE(MBRIS) AN(NO) 1 5 7 1-
M(ATTHIAS) // H(EBLER) C(IBINIENSIS))
ET VIGILANS ISTA PASTOR / IN VRBE FVIT SECTARVM EVRIAS RABIEMO(VE) / PEROSVS INIQVAM
MATTHIAE HEBLERI SITA SVNT / HOC OSSA SEPVLCHRO / QVEM RAPVIT CELERI / MORS INIMICA MANV SAXONICAE SVPERINTENDENS / DIGNISSIMVS ORAE DEFENDIT FIRMA DOG=/MATA SANCTA FIDE ET VARIOS INTER DE REL=/ LIGIONE) TVMVLTVS ASSERVIT LAVDES MAXIME CHRISTE TVAS [PRO] QVIBVS AETERNAE/ [COELJESTIA MVNERA VITAE [PER]PETVISQ(VE) CAPIT GAV=/ DIA PLENA BONIS
Grab des ehrwürdigen Mannes Matthias Hebler, Pfarrer der Hermannstädter Kirche und Superintendent der Sächsischen Kirche... Er starb in Christo im Jahre des Herrn 1571. (A)
In diesem Grab liegen die Gebeine des Mathias Hebler, den der feindliche Tod mit eiliger Hand dahinraffte. Ehrwürdiger Superintendent des sächsischen Bodens und wachsamer Pastor war er in dieser Stadt. Als einer, der konfessionelle Unruhen und ungerechte Wut haßte, verteidigte er die heilige Lehre mit starkem Glauben und tat religiösen Unruhen Einhalt. Er verdiente in höchstem Maße dein Lob, Christus; deswegen nimmt er die himmlische Gnadengabe des ewigen Lebens voller Freude an. (C)
Fünf Distichen.
Anmerkungen
Rektor am Hermannstädter Gymnasium
Aus Karpfen (heute: Krupina) bei Schemnitz (heute: Banská Štiavnica) in der ehemaligen Gespan- schaft Hont in Ungarn (heute in der Slowakei) als Sohn des Großscheuerner Pfarrers Andreas Hebler gebürtig, studierte Matthias Hebler in Wittenberg (magister artium im Jahre 1546). 1551 übernahm er die Stelle eines Lehrers am Hermannstädter Gymnasium und wurde im nächsten Jahr
Rektor. 1554 wurde Hebler Prediger (ordiniert in Wittenberg am 4. Oktober 1553 für Hermann- stadt), 1555 Stadtpfarrer in Hermannstadt und 1556 Superintendent der Augsburger Konfession in Siebenbürgen. Nach Paul Wiener war Hebler der zweite lutherische Bischof in Siebenbürgen und auch der einzige, dessen Gebeine in der Hermannstädter Stadtpfarrkirche ruhen, da der Bischofs- sitz später nach Birthälm verlegt wurde. 3)
Wappen: Hebler (Schild: auf Berg drei gefüllte Rosen an drei aus einer Wurzel entspringenden beblätterten Stengeln).
Historische Arbeit von Dr. Ioan Albu