Nicolaus Proll verwaltete im Jahre 1494 das Stuhlsrichteramt, übernahm zunächst allein, dann mit Johannes Lulay, dem späteren Königsrichter und Sachsengrafen, die Pacht der Hermannstädter Münz- und Einlösungskammer; 1494-1499 leitete er als Kammergraf das gesamte siebenbürgische Salzwesen und wurde 1498 zum Bürgermeister von Hermannstadt gewählt. Wappen: Proll (nach rechts springender Rüde mit beringtem Halsband; Helmzier: aufrecht ste- hende Figur mit enganliegender Kleidung [Wams], beide Arme ausgestreckt, in der lin- ken Hand eine sternenartige Goldkugel, in der rechten einen Apfel haltend, ein weiterer Apfel beziehungsweise eine Goldbulle am Gürtel hängend d).