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Simon Miles

  • Bürgermeister
    ✝︎ 1576
  • ✝︎ 1576
    ⬩ Bürgermeister

 
1576
1576
No data.

Inschriften

TVMVLVS EGREGII [PRVD(ENTIS)) / EJT CIRCVMSPECTI DOMINI) SIMONIS MILITIS CONSVLIS CIBINI/ENSIS IN D(OMINO [PIE DE- FVN/CTI NJOVEMBR(IS) D(IE) XII INTER H(ORAS) IX ET) X ANTE MER(IDIEM) AN(N)O D(OMINI) M D LXXVI.

POST VARIAS VITAE CVRAS PLACIDA(M)Q(VE) SENECTA(M) / MILES IN HOC SIMEON CONDIDIT OSSA SOLO /
VNDECIES PATRIOS VIRTUTIS PRAEMIA FASCES/ SVSTINVIT SANCTI GRANDE) LABORIS ONVS /
CLARVIT INSIGNI STVDIO RECTIQ(VE) BONIQ(VE) / AC VERA SVMMI COGNITIONE DEI /
HINC MELIORE SVI CV(M) PARE) RECEPTVS AD ASTRA /
VIVIT ET) AETERNAE COM(M)ODA PACIS HABET

Grab des auserlesenen, weisen und umsichtigen Herrn Simon Miles, Hermannstädter Bürgermeister, in Herrn fromm entschlafen im November, am 12. Tage zwischen 9 und 10 Uhr vormittags, im Jahre des Herrn 1576. (A)

Nach verschiedenen Sorgen des Lebens und friedlichem Greisenalter barg Simon Miles seine Gebeine in dieser Erde. Dank seiner Tugend übernahm er elfmal die Bürgermeisterwürde der Vaterstadt und die erhabene Last gesegneter Arbeit. Er strahlte durch ausgezeichneten Eifer für das Gerechte und das Gute sowie durch wahre Kenntnis des höchsten Gottes. Von hier mit seinem besseren Teil in den Himmel aufgenommen, lebt er und hat das Wohl ewigen Friedens.


Anmerkungen

Vier Distichen (B).

Simon Miles verwaltete zwischen 1560 und 1562 das Stadthannenamt und war zwischen 1562 und 1566 Stuhlsrichter. Zwischen 1566 und 1576 war er Bürgermeister in Hermannstadt. Zu seinen Lebzeiten gab er schon die Grabplatte für seine Ehefrau in Auftrag (vorherige Kat. Nr.). Ein Verwandter, vielleicht ein Bruder, des Simon Miles war Gregor Miles, dessen Gattin Anna geb. Weidner 1582 starb. Bekannter ist sein Enkel, Matthias Miles (1639-1686), der Verfasser des Siebenbürgischen Würgengels.

Wappen: Miles (auf Wellen ein nach links schauender Schwan mit Ring im Schnabel, um den Hals einen Lorbeerkranz. Bügelhelm mit Wulst; Helmzier: der Schwan wie im Schild; Decken: Akanthusblätter).

Nach von Straußenburg soll der Name dieses Hermannstädter Geschlechtes ursprünglich Moser gelautet haben, was auf reichsdeutsche Abstammung schließen ließe, da die Siebenbürger die deutschen Soldaten und auch deren Abkömmlinge und schließlich andere deutsche Zuwanderer mit dem Namen Moser benannten. Miles wäre dann die Übersetzung von ,,Soldat" ins Lateinische.


Historical work by Dr. Ioan Albu