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Georg Hecht

  • Bürgermeister
    ✝︎ 1496
  • ✝︎ 1496
    ⬩ Bürgermeister

 
1496
1496

Inschriften

[sepvltvra] nobilis vir(i) georgy hecht v[el] Chwkas dicti condam Magistir/ie) civiv(m) Civitatis Cybin/ien (sis) svorv(m)q(ve) heredv(m) qvih) ob[iit a(nno) d(omini) 1 4 9 6 d(ie)...]).

Grab des edlen Mannes Georg Hecht, Chwkas (Csukás) genannt, einst Bürgermeister der Stadt Hermannstadt, und seiner Erben, der im Jahre des Herrn 1496 am... starb.

Georg Hecht folgte 1492 dem Bürgermeister Thomas Altemberger im Amt. 1495, nach fast dreijähriger Unterbrechung, trat er wieder als Bürgermeister auf. Hechts Tod fällt zwischen den 20. Februar und den 11. April 1496. 1493 - so von Straußenburg - erhielt er vom König Wladislaus einen Greifen in seinem Wappen verliehen, der auf der Grabplatte nicht vorhanden ist; daher mag diese schon zu Lebzeiten Hechts, und zwar vor 1493, gearbeitet worden sein.

Der Bürgermeister wird ursprünglich - wie hier und an zwei weiteren Inschriften, in Urkunden schon seit 1366 -,,magister civium" genannt, mit Beifügung von ,,circumspectus" oder ,,nobilis et egregius". Erst seit 1556 erscheint dafür im Inschriftenformular ausschließlich die Amts- bezeichnung,,consul", die in älteren Urkunden und Inschriften für Ratsherren üblich war.

Die Grabplatte ist die erste der drei erhaltenen Hermannstädter Grabplatten aus rotem Marmor, die in Ungarn gefertigt wurden.

Vollwappengrabplatten haben sich in Ungarn unter dem Einfluß Süddeutschlands und Öster- reichs parallel mit der Verwendung von Rotmarmor verbreitet. Das Wappen ist in einer Rahmung mit Akanthusranken und -blättern in gotischer Schildform untergebracht.

Die naturalistischen spätgotischen Einzelelemente mit im Rankenwerk eingefügter Tierfigur stehen in Verbindung mit den frühesten Bildungen der Groteske des italienischen Kupferstiches von um 1480. Spätgotische Reminiszenzen der Ranken, unter Hinzufügung von Pinienzapfen, Granatäpfeln und Blüten, sind an den zwei um 1500 entstandenen Wappen des Johann Lulay anzutreffen.


Lucrare istorică a Dr. Ioan Albu