Johannes Roth und Dorothea Rhau
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Hermannstädter Bürgermeister✝︎ 1617
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✝︎ 1617⬩ Hermannstädter Bürgermeister
Inschriften
SEPULTURA ET MEMORIA VIRI VT DIGNITATE AMPLISS(IMI) SIC ERVIDITIONE PRAECLARI D(OMI)NI IOHANNIS ROTH CONSULIS REIPUB(LICAE) CIBINEN(SIS) MERITISS(IMI)ET PUDICISS(IMAE) LECTISS(IMAE) Q(UE) FOEMINAE DOROTHEAE RAWIN CONIUGIS EIUSDEM DILECTISS(IMAE) QUORUM ILLE ANNO CHR(IST)I 1617 DIE OCTOBRIS 1. HAEC VERO ANNO (CHRIST)I 8… DIE MAII 2 PLACIDE BEATQ(VE) IN D(OMI)NO OBIERE.
SI QUIS PRAECLARVU(M) MONVME(N)TA ER(E)CTA VIRORVM / IVRE TVLIT FACTIS NOMINA DIGNA SVIS: / HEM TV IANE SACROS PARIO CVM MARMORE CIPPOS / ES MERITVS VITAE PERPETVOSQ(VE) DIES: / INFRACTO FASCES ANI(M)O GERIS URBIS ATROCES / NEC REFVGIS VVLTVS HOSTIS ET A(N)TE TRVCIS. / SQVALLE(N)TEM LACRI(M)IS PATRIA(M) GENTE(M)Q(VE) PATER(N)AM /
CONSILIO PRVDENS AVXILIOQ(VE) IVVAS. / NVLLA TVAS IGITVR LAVDES NOME(N)Q(VE) TACEBV(N)T / SECVLA, POSTERITAS HAEC TVA FACTA CA(N)AT / SEDIBUS INSVPER ALTITHRO(N)IS AETER(N)A CAPESSAS / PREMIA, PER CHRISTI REGNA BEATVS OVANS.
HVNC SEQVERIS, DOROTHEA, TVVM FVGI/ENTE MARITVM / VITA ET IN HOC RECVBAS CO(N)TU(M)ULATA LOCO. / NON FOR(M)AE SPLE(N)DOR, NO(N) TE PIETASQ(VE) FIDESQ(VE) / DE MORTIS POTIVIT SVRRIPVISSE MANV. / NO(M)INE NO(N) SOLU(M) DOROTHEA SED O(M)INE DICTA IVRA COLIS SOCY NON TEMERA(N)DA TORI. / IVRE IGITVR CLARVA POST TRISTIA / BVSTA SVPERSTES TE TVVS EX MERITO SIC TVEATVR HO(N)OS
Grab und Gedenken des ebenso an Würde hochangesehenen wie an Gelehrsamkeit vortrefflichen Mannes Herrn Johann Roth, des hochverdienten Bürgermeisters der Stadt Hermannstadt, und der sehr keuschen und ausgezeichneten Frau Dorothea Rhau, seiner hochgeliebten Gattin, von denen jener im Jahre des Herrn 1617, am 1. Oktober, dies im Jahr (161)8 am 2. Mai sanft und selig im Herrn starben.
Wenn jemand zu Recht den herrlichen Anspruch tut, daß die den Männern errichteten Denkmäler würdige Benennungen ihrer Taten sind, hast du, o Johannes, heilige Leichen steine aus parischem Marmor und die ewigen Tage des Lebens verdient. Als der Mut erschüttert war, führst du die schrecklichen Rutenbündel und du fliehst nicht vor dem Antlitz des grimmigen Feindes.
Der tränenbetrübten Heimat und dem Volk der Vaterstadt stehst du klug mit Rat und Hilfe bei. Keine Zeit wird dein Lob und deinen Namen verschweigen, die Nachwelt möge deine Werke besingen. Bei den hochthronenden Sitzen sollst du ewigen Lohn ergreifen, im Reich Christi glücklich frohlockend.
Diesem deinem Ehemann folgst du, Dorothea, wenn das Leben entflieht, und du ruhst an diesem Ort mit begraben. Weder Glanz des Charakters, noch Frömmigkeit oder Glaube konnten dich der Hand des Todes entwenden. Nicht nur mit dem Namen Dorothea, sondern auch mit dem Zeichen (Dorothea=Gottesgabe) genannt, pflegtest du die vor Entweihung zu schützenden Eherechte des Gatten. Mit Recht also möge dich deine rühmenswerte, über das Grab hinausreichende Ehre so nach Verdienst bewahren.
Lucrare istorică a Dr. Ioan Albu