Valentin und Gertrud Fleischer
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Stadthauptmann✝︎ 1663
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✝︎ 1663⬩ Stadthauptmann
Inschriften
ANIMA DEFUNCTI / AD / VIATOREM:/
DEXTRA TENET CLAVAMa) MEA: SED LiBITiMAb) SAGiTTISc) /
SAEVA2) · PETiT · DiRiS PECTORA NOSTRA VIDE! /
SCILiCETd) IMPERIOe) LE[T]HI SUNT SUBDITAf) CUNCTA;3) /
DUX MACEDUMg) FORTIS · MILES INERMIS iTEM
B D(EO) I(N) P(IETATE)h) / VIRO · PROVIDO · MAX·IMEQ(UE) STRENUO · / D(OMI)N(O) VALENTINO FLEISCHER · / CAPITANEO QUONDAM · URB(IS) CIB(INIENSIS) FIDELISS(IMO) UT ET GERTRUDI, / CONIUGI EIUSD(EM) CHARISS(IMAE) PARENTIB(US) DILECTISS(IMIS) BEATAM HIC RESUR·/RECTIONE(M) SPECTANTIB(US) MONUMENTUM · HOCCE · PIETAS FILIALIS, / NATi ANDREAE FLEISCHERI IUDICIS REGII P(RO) T(EMPORE) CIBIN(IENSIS) ANNO C(HRISTI) / MDC·LXIII · VIII ID(US) MAJI, POSUIT
Die Seele des Gestorbenen an den Reisenden. Meine Rechte hält die Keule / den Stab, aber die rauhe Labitima erstach unsere Brust mit listenden Pfeilen! Es ist bekannt, das alles dem Reich des Todes zufällt. Gleich dem Anführer der Mazedonier, dem starken Soldaten, entwaffnet wurde ich.
In Frieden bestattet. Dem umsichtigen und tapferen Herrn Valentin Fleischer, treuer Hermannstädter Stadthauptmann, sowie seiner frommen Gattin Gertrud, den werten Eltern, die hier die glückliche Auferstehung erwarten, setzte dieses Monument die sohnliche Pietät des geborenen Andreas Fleischer, zur Zeit Hermannstädter Königsrichter im Jahre Christi 1663 am 8. Mai.
Anmerkungen
z.Zt. Ferula Fussboden unter Glasplatte
Emblem: in einem Kreis Arm, der einen Stab / eine Keule hält, ursprünglich Attribut des Herkules, hier offenbar das Symbol des Amtes des Verstorbenen, der Stadthauptmann war. Das Emblem erklärt sich auch dadurch, daß Comes Andreas Fleischer, dessen im Inschriftentext Erwähnung gemacht wird, erst 1669 einen Adels- und Wappenbrief vom Siebenbürger Fürsten Michael Apafi erhielt4).
Die Inschrift, in der Valentin Fleischer mit Alexander dem Großen verglichen wird, erklärt epigrammatisch das Emblem.
Die Tumba zeichnet sich aus, außer der ungewöhnlichen Form, die in Hermannstadt singulär ist, auch durch eine Schrift, die wohl aus dekorativen Gründen relativ angehäufte Ligaturen und die Verwendung der Minuskel i im sonst in Kapitalis gehaltenen Text aufweist.
Lucrare istorică a Dr. Ioan Albu